01/20/12
Hörsaalfeldwebel aus Leidenschaft
Hauptfeldwebel Silvio Königshausen ist 38 Jahre alt und Hörsaalfeldwebel an der Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck. Als Ausbilder bereitet er Offizieranwärter in einem elfmonatigen Lehrgang auf ihre zukünftigen Aufgaben als Luftwaffenoffiziere vor.
Hauptfeldwebel Königshausen ist dabei verantwortlich für die Ausbildungsinhalte der integrierten Grundausbildung und praktischen Ausbildungsabschnitte. Dazu gehören unter anderem die Waffenausbildung, der Sprechfunkbetrieb, die Führungslehre, die Vermittlung von moralischen Grundsätzen und Umgangsformen, sowie alle Maßnahmen zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Ob beim Marschieren oder beim Hindernisparcours, Königshausen möchte seinen Soldatinnen und Soldaten ein gutes Vorbild sein: „Ich kann nichts von den Soldaten verlangen, was ich nicht selbst imstande bin zu leisten.“
Sein fairer, freundlicher und kompetenter Umgang mit den Lehrgangsteilnehmern bringt ihm den nötigen Respekt für seine Arbeit ein. Von den inzwischen rund 1200 Soldatinnen und Soldaten, die bisher seine Ausbildung durchlaufen haben, sind ihm viele in bleibender Erinnerung. Auf der anderen Seite ist er - als Vorbild - auch vielen seiner Lehrgangsteilnehmer in Erinnerung geblieben. Sein Büro ist gespickt mit Fotografien seiner Lehrgänge und Königshausen weiß einige schöne Anekdoten über seine Arbeit zu berichten. Die Steinsammlung in seinem Büro hat er zum Beispiel dem Umstand zu verdanken, dass er einmal in einem Lehrgang erwähnte, er bräuchte einen Stein für seinen Garten. Dies hatte nicht nur zur Folge, dass ihm von den Lehrgangsteilnehmern in einer Nacht- und Nebelaktion ein einziger riesiger Stein in seinen Garten gelegt wurde, sondern dass ihm seither viele Lehrgangsteilnehmer Steine in allen Größen, Farben und Formen zum Geschenk machen.
Der gelernte Kfz-Mechaniker begann 1994 als Logistiker und schied zwischenzeitlich aus der Bundeswehr aus, bis ihn eine Wehrübung beim Luftwaffenausbildungsregiment in Holzdorf zufällig zu seiner heutigen, wie er sagt: „Traumverwendung“ als Ausbilder heranführte. Die vielen Herausforderungen, „die Ausbildung und der Umgang mit Menschen ist einfach etwas Faszinierendes, das mir liegt und großen Spaß macht. Das Feedback, dass ich täglich von all jenen erhalte denen ich etwas beibringe und dass sie annehmen und umsetzen was ich ihnen zeige, ist meine größte Motivation.“




















