10/07/11
Mit Drill zur Perfektion
Sobald der rote Teppich für die Staatsgäste der Bundesrepublik ausgerollt wird, stehen Hauptgefreiter Frank Trepke und seine Kameraden vom Wachbataillon Spalier, um die Ehrengäste gebührend zu empfangen. Zu solchen Anlässen marschieren die Protokollsoldaten in Ehrenformation ein und präsentieren die nicht geladenen Waffenzüge ihrer Gewehre. Dieser sogenannte Präsentiergriff ist Tradition bei der Bundeswehr: „Wir repräsentieren damit den Frieden“, erklärt Trepke. Auch die Waffe selbst, der Karabiner, hat Tradition und wird ausschließlich vom Wachbataillon genutzt.
Wenn die Karabiner nur so durch die Lüfte fliegen und dem Zuschauer ein Schauspiel der Präzision und Perfektion geboten wird, dann handelt es sich um eine speziell ausgebildete Einheit des Wachbataillons, das Drill-Team. Auch Frank Trepke ist stolz, seit einem Jahr zu dieser Einheit zu gehören.
Am Anfang, erzählt Trepke, war es bereits anstrengend gewesen, mit dem Gewehr auch nur 300 Meter zu marschieren, aber wie vieles andere auch ist es eine Frage der Gewohnheit und Übung. Für Auftritte vor tausenden Zuschauern, wie beispielsweise in der Max Schmeling Halle, muss er fit sein und viel trainieren: „Es ist anstrengend, aber macht auch großen Spaß, und man sieht eine Menge von Deutschland und sogar der Welt.“ Auf die Frage hin, ob er Lampenfieber vor solchen Großauftritten habe, schildert er, dass er anfangs deutlich mehr Herzklopfen gehabt habe und inzwischen viel ruhiger geworden sei. Eine gewisse Anspannung sei aber trotz Routine immer bei den Auftritten vorhanden.
Für die Zukunft kann er sich vorstellen, nach seinem freiwilligen Wehrdienst im Wachbataillon zu bleiben und der nächsten Generation an Soldaten „das präzise Handwerk mit dem Karabiner“ beizubringen.
Weitere Informationen zum Thema Wachbataillon finden Sie hier:
Video




















