10/28/11
Schneller als der Schall
Leutnant Tobias Möllenkamp ist 24 Jahre alt und Phantompilot im Jagdgeschwader 71 Richthofen, in Wittmund. Schon als Kind interessierte er sich für Flugzeuge aller Art: „Ich habe meine Eltern solange genervt bis sie mir einen Rundflug mit einem Segelflugzeug ermöglicht haben, was dazu geführt hat, dass ich mit 13 Jahren Mitglied in einem Segelflugverein wurde.“ Einer seiner Segelfluglehrer war Pilot bei der Bundeswehr. Sein Lehrer nahm ihn mit auf Flugshows, wo er zum ersten Mal Kampfjets in Aktion sah. 2006 bewirbt er sich schließlich selbst bei der Bundeswehr und ist seither viel herumgekommen. Große Teile seiner Ausbildung durchlief er in den USA. Zunächst drei Monate in Arizona, wo er erstmals Flugerfahrungen mit einem Motorflugzeug sammelte.
Im Anschluss daran absolvierte Möllenkamp den Theorieunterricht in Deutschland, um dann erneut in die USA zurückzukehren, wo er endlich mit der eigentlichen Jetpilotenausbildung beginnen konnte. In Texas wird er schrittweise an seine späteren Aufgaben als Jetpilot herangeführt. Mit einem langsameren Flugzeug beginnend, darf er bald mit einem schnelleren, der T38 üben. „Das war das erste Überschallflugzeug mit dem ich geflogen bin“ berichtet er stolz. Nachdem er gelernt hatte mit diesem Flugzeug umzugehen beginnt er erste Erfahrungen im Luftkampf zu sammeln. „Absolutes Highlight während meiner Ausbildung in den USA war mein erster Alleinflug in Formation. Der Fluglehrer im anderen Jet und ich allein in meinem Jet. Und das Ganze in nur drei Metern Abstand. Da war ich sehr stolz auf mich.“ Damals war er 22 Jahre alt. Nach seiner Ausbildung in den USA ging Möllenkamp zurück nach Deutschland, wo er heute eine F4 Phantom fliegen darf.
Im folgenden Audiobeitrag erklärt Tobias Möllenkamp wie eine Übungs-Mission normalerweise abläuft:
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